Peugeot 106 Reparaturanleitung: Getriebe aus-und einbauen

Ausbau

Batterie-Massekabel (-) abklemmen. Achtung: Dadurch werden die elektronischen Speicher gelöscht, zum Beispiel Motor-Fehlerspeicher oder Radiocode. Batterie nur bei ausgeschalteter Zündung abklemmen, da sonst das Steuergerät der Einspritzanlage beschädigt werden kann. Vor dem Abklemmen sollten auch die Hinweise im Kapitel "Radio" bzw. "Batterie aus- und einbauen" durchgelesen werden.

Batterie ausbauen, siehe Seite 187.

Benzinmotor: Luftfilter ausbauen, siehe Seite 67.

Massekabel oben am Getriebe abschrauben.

Kupplungsseil am Getriebe aushängen, siehe Seite 96.

Stecker für Rückfahrscheinwerfer am Getriebe abziehen.

Benzinmotor mit Monopoint-Einspritzanlage bis 7/92: Zündverteilerkappe ausbauen, siehe Seite 60.

Handbremse anziehen, damit das Fahrzeug nicht wegrollt.

Radkappen von den Vorderrädern abbauen.

  • Antriebswellenmuttern lösen. Achtung: Dabei muß das Fahrzeug gebremst werden und auf den Rädern stehen. Unfallgefahr!
  • Fahrzeug vorn aufbocken, siehe Seite 226.
  • Falls vorhanden untere Motorraumverkleidung ausbauen.
  • Getriebeöl ablassen, siehe Seite 240.

  • Befestigungsschraube der Drehmomentabstützung -6- abschrauben. Drehmomentabstützung nach hinten wegklappen.
  • Schaltgestänge -7- am Getriebe aushängen, siehe Seite 104.

  • Anlasser -8- ausbauen und mit angeschlossenen Kabeln zur Seite legen, siehe Seite 198.
  • Tachometerwelle -9- am Getriebegehäuse abschrauben.

  • Auf beiden Seiten die Befestigungsschrauben des Achsschenkel-Kugelgelenkes abschrauben und Kugelgelenk - Pfeil- aus Achsschenkel ziehen. Achtung: Den Querlenker nur soweit nach unten ziehen, bis er aus dem Achsschenkel herausgleitet. Wird der Querlenker weiter nach unten gedrückt, löst sich der Bolzen der hinteren Querlenkerlagerung.
  • Gelenkwellen ausbauen, siehe Seite 110.

  • Aufhängevorrichtung -4- mit Füßen -5- ansetzen. Einen Schäkel -10- an der Halteöse des Motors montieren und am Querträger einhängen. Motor/Getriebeeinheit mit Spindel Vorspannen. Steht die Aufhängevorrichtung nicht zur Verfügung, geeignete Stange auf Böcken seitlich vom Fahrzeug lagern und Motor mit Seil Vorspannen.

  • Motor/Getriebelager -11 - abschrauben.
  • Motor/Getriebeeinheit etwas ablassen. Achtung: Die Riemenscheibe der Lichtmaschine darf nicht am Längsträger anstehen.
  • Getriebe mit einem Rangierwagenheber unterstützen.
  • Befestigungsschrauben Motor/Getriebelager -12- herausschrauben.
  • Sämtliche Verbindungsschrauben Motor/Getriebe herausschrauben.

  • Getriebe mit Rangierwagenheber leicht anheben und mit Montierhebel vom Motor abdrücken. Getriebe vorsichtig ablassen und mit Helfer herausheben.

Einbau

  • Vor dem Einbau Kupplung prüfen, siehe Seite 93.
  • Kupplungsausrücklager auf leichten Lauf prüfen. Achtung: Lager nur abwischen, nicht auswaschen. Sind vor dem Ausbau Laufgeräusche des Ausrücklagers beim Auskuppeln aufgetreten, Lager auswechseln, siehe Seite 95.

  • Dichtringe Achsantrieb/Gelenkwelle müssen ersetzt werden. Zum Einbau benutzt die PEUGEOT-Werkstatt als Montagedorn das Spezialwerkzeug .0317G und .0317S. Steht dieses Spezialwerkzeug nicht zur Verfügung, können die Dichtringe auch mit einem geeigneten Rohr mit gleichem Durchmesser eingetrieben werden.
  • Alten Dichtring mit Schraubendreher heraushebeln. Vor dem Einschlagen der Dichtungen den Raum zwischen den Dichtlippen mit Mehrzweckfett füllen.
  • Kerbverzahnung der Antriebswelle reinigen und leicht mit "Molykote-Gleitpaste BR2 PLUS" bestreichen. Außerdem Führungsrohr des Ausrücklagers sowie Enden der Ausrückgabel mit Molykote-Gleitpaste schmieren.
  • Prüfen, ob die Paßhülsen zur Zentrierung von Motor/Getriebe im Motorblock vorhanden sind, gegebenenfalls einsetzen.

  • Getriebe anheben und waagerecht in die Kupplung einfahren. Falls beim Einsetzen die Getriebe-Antriebswelle nicht in die Kupplungsscheibe einrastet, Antriebswelle vorsichtig mit Rohrzange entsprechend verdrehen.
  • Verbindungsschrauben Motor/Getriebe abwechselnd mit 45 Nm festziehen.

  • Die Getriebehalterung ansetzen und Befestigungsschrauben -Pfeile- festschrauben.

  • Antriebseinheit anheben und Motorlager ansetzen. Muttern -13- vom Motor/Getriebelager mit 30 Nm festziehen, dann mittlere Mutter-14- mit 85 Nm anziehen. Mo- tor-Abfangvorrichtung abnehmen.
  • Gelenkwellen einbauen, siehe Seite 110.
  • Schaltstangen auf die Kugelköpfe der Getriebehebel aufdrücken.
  • Abgasrohr am Abgaskrümmer anschrauben, siehe Seite 88.
  • Getriebeöl auffüllen, siehe Seite 240.
  • Anlasser einbauen, siehe Seite 197.
  • Elektrische Leitung für Rückfahrscheinwerfer anschließen.
  • Tachowelle in das Getriebe einsetzen und Überwurfmutter festziehen.
  • Kupplungsseil einbauen und einstellen, siehe Seite 96.
  • Massekabel am Getriebegehäuse anklemmen.

  • Alte Radnabenmutter abschrauben und Gelenkwelle mit neuer Mutter-19- und 260 Nm festschrauben. Unterlegscheibe nicht vergessen. Achtung: Dabei muß das Fahrzeug gebremst werden und auf den Rädern stehen. Unfallgefahr!
  • Batterie-Massekabel (-) anklemmen. Achtung: Batterie nur bei ausgeschalteter Zündung anklemmen, sonst kann das Steuergerät der Einspritzanlage beschädigt werden.
  • Zeituhr einstellen.
  • Diebstahlcode für Radio eingeben.
  • Benzinmotor mit Monopoint-Einspritzanlage bis 7/92: Zünd-Verteilerkappe wieder einbauen, siehe Seite 60.

    Getriebe/Schaltung
    Das Getriebe kann ohne Ausbau des Motors nach unten ausgebaut werden. Ein Ausbau ist dann erforderlich, wenn die Kupplung ausgewechselt werden soll oder wenn das Getriebe erneuert beziehungsweise ...

    Die Schaltung
    Schaltzugstange Wählzugstange Abstützstange Schaltstange Schalthebelbock Schalthebel Die Schaltung besteht aus dem Schalthebel, dem Schalthebelbock und den Schaltstange ...

    Siehe auch:

    Magnetschalter prüfen/ersetzen
    Schaltschema Anlasser Bei einem Defekt des Magnetschalters wird das Ritzel im Anlasser nicht gegen den Zahnkranz des Schwungrades gezogen. Dadurch kann der Anlasser den Motor nicht durchdrehen. Prüfen Anlasser ausbauen. An Klemme 50 (Stromanschluß für dickes Kab ...

    Fahrzeugvermessung
    Optimale Fahreigenschaften und geringster Reifenverschleiß sind nur dann zu erzielen, wenn die Stellung der Räder einwandfrei ist. Bei erhöhter und ungleichmäßiger Reifenabnutzung sowie mangelhafter Straßenlage - bei schlechter Richtungsstabilität in Gerad ...

    Motorölstand prüfen
    Etwa alle 1.000 km sollte der Ölstand des Motors überprüft und gegebenenfalls ergänzt werden. Auf 1.000 Kilometer soll der Motor im Schnitt nicht mehr als 0,5 Liter Öl verbrauchen. Mehrverbrauch ist ein Anzeichen für verschlissene Ventilschaftabdichtungen und/od ...

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