Peugeot 106 Reparaturanleitung: Kupplung aus- und einbauen/prüfen

Peugeot 106 Reparaturanleitung / Kupplung / Kupplung aus- und einbauen/prüfen

Ausbau

Getriebe ausbauen, siehe Seite 100.

Wird die alte Kupplungsdruckplatte wieder eingebaut, Druckplatte und Schwungscheibe mit Farbstrich zueinander markieren, damit diese später wieder lagerichtig zusammengebaut werden können.

Befestigungsschrauben -Pfeile- der Kupplungsdruckplatte nacheinander jeweils

Befestigungsschrauben -Pfeile- der Kupplungsdruckplatte nacheinander jeweils um 1 bis 1/2 Umdrehungen lösen, bis die Druckplatte entspannt ist.

Achtung: Wenn die Schrauben sofort ganz gelöst werden, können die Membranfeder sowie die Paßstifte zwischen Druckplatte und Schwungrad beschädigt werden.

  • Falls das Schwungrad beim Lösen der Schrauben mitdreht, Schwungrad am Anlasser-Zahnkranz mit Schraubendreher und Dorn blockieren.
  • Anschließend Schrauben ganz herausdrehen.
  • Druckplatte und Kupplungsscheibe herausnehmen. Achtung: Druckplatte und Kupplungsscheibe beim Pleraus- nehmen nicht fallen lassen, sonst können nach dem Einbau Rupf- und Trennschwierigkeiten auftreten.
  • Schwungrad mit einem benzingetränktem Lappen abwischen.

Prüfen

Wird die bisherige Druckplatte beziehungsweise Kupplungsscheibe wieder eingebaut, ist diese vor dem Einbau zu prüfen.

  • Verölte, verfettete oder mechanisch beschädigte Kupplungsscheiben sind grundsätzlich auszutauschen.
  • Kupplungsdruckplatte auf Brandrisse und Riefen prüfen, gegebenenfalls ersetzen.

  • Belagstärke der Kupplungsscheibe mit Schieblehre messen. Das Maß bis zu den Nietköpfen muß mindestens 0,3 mm betragen, sonst muß die Kupplungsscheibe ausgetauscht werden. Ebenso bei Belagrissen.

  • Federverbindungen zwischen Druckplatte und Deckel auf Risse, Nietbefestigungen auf festen Sitz prüfen. Kupplungen mit beschädigten oder losen Nietverbindungen ersetzen.

  • Auflagefläche der Druckplatte auf Risse, Brandstellen und Verschleiß prüfen. Druckplatten, die bis zu 0,3 mm nach innen durchgebogen sind, dürfen noch eingebaut werden. Die Prüfung erfolgt mit Lineal und Fühlerblattlehre.
  • Federfenster, Torsionsfedern und Nabe auf Verschleiß- und Einlaufspuren überprüfen, gegebenenfalls Kupplungsscheibe erneuern.
  • Schwungrad auf Brandrisse und Riefen prüfen.
  • Kupplungsdruckplatte und Schwungrad mit sehr feinem Schmirgelleinen abziehen.
  • In der Werkstatt kann die Kupplungsscheibe auf Schlag geprüft werden. Der Seitenschlag darf bei der Kupplungsscheibe maximal 0,25 mm betragen. Achtung: Diese Prüfung ist nur notwendig, wenn die alte Kupplungsscheibe wieder eingebaut werden soll und die Kupplung vorher nicht richtig ausgekuppelt hat.
  • Ausrücklager im Getriebegehäuse prüfen. Das Lager darf keine sichtbaren Druckstellen aufweisen. Lager von Hand drehen. Das Lager darf nicht haken. Entwickelte das Lager beim Auskuppeln Geräusche, ist das Lager ebenfalls zu ersetzen, siehe Seite 95.

Einbau

  • Zentrierstifte -Pfeile- am Schwungrad auf festen Sitz prüfen.
  • Führungslagerbuchse -1- der Getriebeantriebswelle sichtprüfen, bei Beschädigung ersetzen.
  • Falls Motoröl vom Motor ins Kupplungsgehäuse eingedrungen ist, Dichtring der Kurbelwelle ersetzen. Dazu die 6 Befestigungsschrauben der Schwungscheibe abschrauben und Schwungscheibe abnehmen. Mit einem Schraubendreher den Dichtring vorsichtig abhebeln. Mit einem geeigneten Rohr Dichtring eintreiben. Anschließend Schwungrad ansetzen, die 6 Befestigungsschrauben mit Schrauben-Sicherungsmittel einsetzen und mit 60 Nm anziehen.

Kupplungsscheibe -2- in Schwungrad -3- einsetzen. Dabei ist darauf zu achten,

Kupplungsscheibe -2- in Schwungrad -3- einsetzen. Dabei ist darauf zu achten, daß die Federn der Dämpfungsnabe zur Druckplatte -1- hin zeigen. Die Kupplungsscheibe muß mit einem passenden Dorn, zum Beispiel von HAZET (Nr. 2173), oder mit einer alten Getriebe-Antriebswelle zentriert werden Die PEUGEOT-Werk- statt benutzt hierzu das Spezialwerkzeug ME5T und BE3.

Kupplungsdruckplatte lagerichtig in die entsprechenden Paßstifte am Schwungrad einsetzen.

Befestigungsschrauben -5- für Kupplungsdruckplatte nacheinander mit 1 bis 1 1/2 Umdrehungen anziehen, bis die Druckplatte festgezogen ist. Anschließend Zentrierdorn entfernen. Achtung: Darauf achten, daß die Druckplatte beim Anziehen der Schrauben gleichmäßig und gratfrei in das Schwungrad eingezogen wird. Anzugsdrehmoment für die Schrauben: 15 Nm.

Folgende Teile mit Spezialfett

Folgende Teile mit Spezialfett "MOLYKOTE BR 2 PLUS" leicht einfetten:

  • die Keilnuten der Getriebeantriebswelle -2-;
  • das Führungsrohr des Ausrücklagers;
  • die Enden der Ausrückgabel -3-;
  • den Kugelbolzen der Ausrückgabel.

Dabei die gesamte Oberfläche der Verzahnung fetten. Achtung: Nicht zu viel Fett auftragen, da überschüssiges Fett im Fährbetrieb auf die Reibfläche geschleudert wird und dadurch die Wirkung der Kupplung beeinträchtigt. Werden andere Schmierstoffe verwendet, kann das zu Schaltschwierigkeiten führen.

  • Getriebe einbauen, siehe Seite 100.

    Kupplung
    Die Kupplung übernimmt folgende Aufgaben: Beim Schalten der Gänge trennt sie den Kraftschluß zwischen Motor und Getriebe und beim Anfahren sorgt sie durch die Reibung für eine ...

    Ausrücklager aus- und einbauen/prüfen
    Hörbare Laufgeräusche bei niedergetretenem Kupplungspedal deuten auf ein defektes Ausrücklager hin. Das Ausrücklager darf nicht ausgewaschen werden, laute sowie schwer drehbare ...

    Siehe auch:

    Zündanlage
    Die Zündanlage erzeugt den Zündfunken, der das angesaugte Kraftstoffluftgemisch in Brand setzt. Um einen kräftigen Zündfunken erzeugen zu können, wird in der Zündspule die Batteriespannung von 12 Volt auf 30.000 Volt umgeformt. Der Dieselmotor benötigt kei ...

    Lehne der Sitzbank umklappen
    Lehne der Sitzbank umklappen Die Lehne wird vom offenen Kofferraum aus sie nicht benutzt werden. umgeklappt: Achten Sie darauf, dass sich der Sicherheitsgurt an der Seite der Lehne befindet, damit er nicht beschädigt wird. Senken Sie die Kopfstützen ganz ab (siehe "Kop ...

    Kraftstoffqualität für Benzinmotoren
    Kraftstoffqualität für Benzinmotoren Die Benzinmotoren sind so konzipiert, dass sie mit den Biokraftstoffen für Benzinmotoren vom Typ E10 oder E24 (mit 10 % oder 24% Ethanol) gemäß den europäischen Normen EN 228 und EN 15376 betrieben werden können. Kra ...

    Menu

       
    www.peugeotde.com | © 2019